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Supply Chain Kennzahlen: das Dashboard aufbauen

Supply Chain Kennzahlen sind die Grössen, mit denen sich eine Lieferkette steuern statt erleiden lässt. Die Falle für ein KMU ist nicht, zu wenige zu haben, sondern zu viele: Ein mit Messwerten überladenes Dashboard, das niemand ansieht, steuert nichts. Es geht darum, die fünf bis sieben Kennzahlen zu wählen, die wirklich zählen, sie mit den Entscheidungen zu verknüpfen, die sie erhellen, und sie regelmässig zu verfolgen.

Die wesentlichen Supply Chain Kennzahlen für ein KMU

Einige Kennzahlen decken das Wesentliche einer Kette ab. Der Servicegrad, oder OTIF (pünktlich und vollständig), misst das gegenüber dem Kunden gehaltene Versprechen. Der Lagerumschlag sagt, ob das gebundene Kapital arbeitet. Cost-to-Serve zeigt, was das Bedienen jedes Kunden wirklich kostet. Die Prognosegüte (die Abweichung zwischen Prognose und Ist) erhellt die Planungsqualität. Und die Termintreue der Lieferanten misst deren Zuverlässigkeit. Fünf bis sieben Kennzahlen dieser Art genügen, um Nachfrage, Bestand, Service und Kosten abzudecken.

Wie man das Dashboard aufbaut

Ein gutes Dashboard baut man von hinten: Man geht von den zu treffenden Entscheidungen aus und wählt dann die Kennzahlen, die sie erhellen — nie umgekehrt. Für jede Kennzahl definiert man eine verlässliche Datenquelle, eine Aktualisierungsfrequenz und eine verantwortliche Person. Man setzt ein Ziel oder eine Referenzentwicklung, damit eine Abweichung eine Handlung auslöst und nicht bloss eine Beobachtung. Schliesslich hält man das Dashboard lesbar: wenige gut gewählte, regelmässig aktualisierte Zahlen schlagen einen erschöpfenden Bericht, den man einmal im Quartal ansieht.

Wann einführen

Sobald ein KMU auf Fakten statt auf Eindrücken entscheiden will, wird das Dashboard nötig. Es verbindet die beiden Ebenen des Two-Layer-Modells: Die Kennzahlen messen, ob die Ausführung wirklich hält, was die Entscheidung versprochen hat, und schliessen die Schleife zwischen beiden. Ohne geteilte Kennzahlen steuert die Entscheidungsebene blind.

Der häufige Fehler

Der verbreitetste Fehler ist, Kennzahlen anzuhäufen: Ein Dashboard mit dreissig Messwerten ertränkt das Wesentliche und wird nie angesehen. Der andere Fallstrick ist, Kennzahlen zu verfolgen, die zu keiner Entscheidung führen — Zahlen, die man betrachtet, ohne je danach zu handeln. Eine nützliche Kennzahl ist eine, die etwas auslöst, wenn sie abweicht. Ändert sie keine Entscheidung, hat sie auf dem Dashboard nichts verloren.

Ein verwandter Fallstrick ist, die Definition einer Kennzahl mit der Zeit zu ändern, sodass sich der heutige Wert nicht mehr mit dem des Vorquartals vergleichen lässt. Eine Kennzahl steuert nur, wenn sie in jeder Periode gleich gemessen wird. Stabilität der Definition ist ebenso wichtig wie die Wahl der richtigen Grössen.

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Häufige Fragen

Was sind die wesentlichen Supply Chain Kennzahlen?

Der Servicegrad (OTIF), der Lagerumschlag, Cost-to-Serve, die Prognosegüte und die Termintreue der Lieferanten.

Wie viele Kennzahlen sollte ein KMU verfolgen?

Fünf bis sieben gut gewählte genügen: Ein überladenes Dashboard ertränkt das Wesentliche und wird nicht mehr angesehen.

Wie baut man ein Supply-Chain-Dashboard?

Indem man von den zu treffenden Entscheidungen ausgeht und dann die Kennzahlen wählt, die sie erhellen, mit verlässlicher Quelle, Frequenz und verantwortlicher Person für jede.

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